„Der Wohnraummietvertrag, was vereinbare ich da eigentlich?“ – bis auf den letzten Platz besetzt war das Seminar von HAUS & GRUNDEIGENTUM Hannover mit unserem Rechtsanwalt Oliver Francke-Weltmann am vergangenen Freitag. Die wichtigsten Fakten zu dem Thema:

– Ein Mietvertrag kann grundsätzlich mündlich abgeschlossen werden, bei einer längeren Laufzeit als einem Jahr ist aber die Schriftform vorgeschrieben. Beim mündlichen Abschluss finden mindestens die mietrechtlichen gesetzlichen Vorschriften Anwendung, dabei fast immer zum Nachteil des Vermieters.

– Eine genaue Bezeichnung der Mieträume sowie mit vermieteter Einrichtungen und Nebenflächen, auch einer eventuellen Gartenfläche, ist dringend zu empfehlen. Gegebenenfalls ist ein Plan oder eine Auflistung der mit vermieteten Gegenstände als Anlage zum Mietvertrag anzufertigen.

– Für Garagen oder Carports sollte ein separates Vertragsformular verwendet werden.

– Unbedingt sollten sämtliche übergebenen Schlüssel eingetragen werden – dies gilt auch für Zimmerschlüssel.

– Die vereinbarte Miete ist unbedingt einzutragen. Hierbei sollten die Beträge getrennt werden, sofern auch Räume für eine gewerbliche Nutzung oder eine Garage, Stellplatz o. ä. überlassen werden. Dies vereinfacht eine spätere Mieterhöhung, da so der Mietpreis für den Wohnraum getrennt ermittelbar ist.

– Ein generelles Tierhaltungsverbot in Formularmietverträgen ist unwirksam, da es auch Kleintiere mit umfasst, die in geringer Zahl genehmigungslos gehalten werden dürfen (z.B. Fische, Vögel, Hamster). Im Übrigen sollte ein Erlaubnisvorbehalt in den Vertrag aufgenommen werden, so dass der Mieter vor der Anschaffung eines größeren Tieres den Vermieter um Genehmigung bitten muss.

– Ein Besichtigungsrecht der Wohnung ist im Gesetz nicht ausdrücklich festgehalten. Deshalb wird eine Aufnahme in den Mietvertrag ausdrücklich empfohlen.

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