Es ist zulässig, vertraglich einen Kündigungsausschluss für bis zu 48 Monate zu vereinbaren, wenn dieser für beide Mietvertragsparteien gleichermaßen gilt. Dabei ist allerdings auf die Formulierung zu achten.

Wir schlagen beispielsweise die folgende Formulierung vor: „V und M verzichten wechselseitig für die Dauer von ____ Jahr(en) und ____ Monat(en) ab Vertragsschluss auf ihr gesetzliches Recht zur ordentlichen Kündigung des Mietvertrages. Die gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten wird dadurch beginnend ab dem Abschluss des Vertrages bis zum Ablauf dieses Verzichtszeitraums ausgesetzt. Eine Kündigungserklärung kann damit erstmals zum Ablauf des vorgenannt vereinbarten Zeitraumes ausgesprochen werden.“ Dies bedeutet also, dass die Kündigung schon zu einem beliebigen Zeitpunkt während des Ausschlusszeitraums erklärt werden kann, jedoch erst nach Ablauf des Zeitraums wirksam wird.

Wird dagegen formuliert: „V und M verzichten für die Dauer von ____ Jahr(en) und ____ Monat(en) auf den Ausspruch einer ordentlichen Kündigung. Das Mietverhältnis kann also nach Ablauf dieses Verzichtszeitraums gekündigt werden.“ bedeutet dies, dass erst nach Ablauf des Ausschlusszeitraums die Kündigung erklärt werden kann. Die ordentliche befristete Kündigung kann dann also niemals sofort nach Ablauf des Ausschlusszeitraums wirksam werden.

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