Schäden, die der Mieter verursacht hat, sind von diesem zu ersetzen. Ein Schaden liegt aber nicht vor, wenn dieser auf einer bestimmungsgemäßen Nutzung der Mietsache beruht.

So entsprechen beispielsweise Laufspuren auf einem Parkettboden einer bestimmungsgemäßen Nutzung. Tiefe Kratzer oder sonstige Schäden (auch durch Feuchtigkeit) übersteigen aber eine bestimmungsgemäße Nutzung und sind als Schaden zu ersetzen.

Es ist daher je nach Schadensbild zu entscheiden, Beispiel: Bei gerissenen Wandfliesen kann der Mieter dagegen gestoßen sein oder der Riss ist durch Spannungen im Mauerwerk entstanden. Problematisch ist dies, wenn die Verursachung des Schadens nicht bekannt ist, da immer der Geschädigte, also der Vermieter, nachweisen muss, dass  der Mieter den Schaden verursacht hat. Bei Abplatzungen ist zu vermuten, dass der Mieter diese durch unsachgemäße Behandlung verursacht hat, da andere Schadensursachen ausgeschlossen scheinen.

Im Rahmen des Schadensersatzes ist zu berücksichtigen, dass bei Beschädigung gebrauchter Sachen, die durch eine Reparatur nicht beseitigt werden können und ersetzt werden müssen immer ein sog. Abzug „neu für alt“ vorgenommen werden muss. Die Höhe des Abzugs orientiert sich am Verhältnis des Alters der beschädigten Sache zur Gesamtnutzungszeit dieser Sache. Ist eine Reparatur möglich, sind die Reparaturkosten ohne Abzug zu ersetzen.

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