Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nimmt derjenige, der aus einem Verteilungsnetz eines Versorgungsunternehmens Elektrizität, Gas, Wasser oder Fernwärme entnimmt, das Angebot zum Abschluss eines entsprechenden Versorgungsvertrages konkludent an. Eine Erklärung, er wolle mit dem Unternehmen keinen Vertrag schließen, ist unbeachtlich, da dies in Widerspruch zu seinem eigenen tatsächlichen Verhalten steht.

Das Angebot des Versorgers auf Erbringung der Versorgungsleistung richtet sich typischerweise an den Grundstückseigentümer, weil nur dieser einen Anspruch auf Anschluss an die Versorgung zusteht. Der Eigentümer bzw. Vermieter kann in der Regel auch nur durch die Versorgungsleistung seinen mietvertraglichen Pflichten dem Mieter gegenüber nachkommen, so dass die Entnehme des Mieters auch aus diesem Grund dem Vermieter zuzurechnen ist.

Etwas anderes könnte nur gelten, wenn zwischen dem Mieter und dem Versorgungsunternehmen ein schriftlicher Vertrag geschlossen wurde. In diesem Falle halten wir eine Inanspruchnahme des Grundstückseigentümers für nicht gegeben.

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