Vermieterverein Newsletter 01/19

Wenn im Mietvertrag keine Regelung zur Tierhaltung enthalten ist, ist diese vom Grundsatz her erst einmal erlaubt und dem Mieter ist die Aufnahme eines Tieres in die Wohnung grundsätzlich gestattet, sofern Gefahren und Belästigungen für weitere Hausbewohner oder die Mietsache nicht zu befürchten sind und die konkrete Tierhaltung auch Inhalt des vom Vermieter geschuldeten vertragsgemäßen Gebrauchs ist.

Fehlt eine Vereinbarung bedeutet dies allerdings nicht, dass die Belange des Vermieters nicht berücksichtigt werden. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist in diesem Fall eine Interessenabwägung vorzunehmen.

Bei der Interessenabwägung sind folgende Kriterien zu berücksichtigen:

  • Art, Größe, Verhalten und Anzahl der Tiere,
  • Art, Größe, Zustand und Lage der Wohnung und des Miethauses,
  • Anzahl, berechtigte Interessen der Mitbewohner und Nachbarn, Anzahl und Art anderer Tiere im Haus,
  • bisherige Handhabung durch den Vermieter,
  • besondere Bedürfnisse des Mieters.

Je nach Ergebnis dieser Abwägung kann dies auch zu einer Unzulässigkeit der Tierhaltung führen.

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